Marktmacht im Handel umgekehrt: Über 2,5 Mio. € Medienwert und wissenschaftlich fundierte Abverkaufsdaten, die Start-ups den Weg in die Regale des Lebensmitteleinzelhandels ebneten.
Ausgezeichnetes Forschungs- und Reallabor-Format zur Senkung von Listungs-Barrieren für junge Marken
Die Ausgangslage & Wissenslücke
Wenn ein junges Unternehmen eine Produktinnovation, wie eine neue Limonade, eine Sauce oder ein Dessert, in den klassischen Supermarkt bringen möchte, steht es vor enormen finanziellen Hürden. Hohe Listungsgebühren (Slotting Fees) von bis zu 50.000 € pro Produkt sowie zusätzliche Kosten für Aufsteller und Promotion schrecken viele ab. Der Handel begründet dies mit dem ungewissen Absatzrisiko.
Dadurch kommen viele innovative Produkte gar nicht erst ins Regal, und Konsumentinnen und Konsumenten erhalten nicht die Chance, durch ihr Kaufverhalten mitzuentscheiden.
Klassische Befragungen oder Fokusgruppen reichen meist nicht aus, um Einkäufer zu überzeugen, da sie das reale, spontane Kaufverhalten am Regal nicht abbilden. Bisher fehlte jungen Marken eine bezahlbare Möglichkeit, echte Abverkaufsdaten, Preissensitivitäten und ehrliches Konsumentenfeedback unter Praxisbedingungen zu erheben. Das BIFI änderte dies 2018 mit der Initiierung der Feedback Factory, dem weltweit ersten Start-up-Testkaufhaus.
Die BIFI-Methodik & Durchführung
Über einen Zeitraum von sechs Monaten betrieb die Forschungsmanufaktur ein physisches Reallabor in Form eines eigenen Kaufhauses, in dem Konsument*innen Produkte kostenlos testen und direkt bewerten konnten:
Demografische Basis-Erfassung → Verköstigung & Haptik-Tests → Preisschätz-Boxen & Regal-Interaktion → Detaillierter BIFI-Ergebnisreport
- Erfassung der Daten am Point of Sale:
Beim Betreten des Kaufhauses gaben Besucher*innen grundlegende demografische Daten an. - Degustations- und Testbar:
Produkte wurden verkostet, ausprobiert und direkt auf ihre sensorischen Eigenschaften sowie ihren Geschmack hin bewertet. - Interaktive Preisschätz-Boxen:
Über spezielle Testboxen gaben Kund*innen Rückmeldungen zum vermuteten Preis, zur Zahlungsbereitschaft und zur wahrgenommenen Qualität. - Vielfältige Event-Formate:
Neben dem täglichen Testbetrieb bot die Feedback Factory Raum für Fokusgruppen, mobile Roadshows und Promo-Events mit Prominenten und Branchenvertretern. - Wissenschaftliche Daten-Synthese:
Sämtliche Rückmeldungen aus Verköstigungen, digitalen Fragen, Preistests und persönlichen Gesprächen wurden in wissenschaftlichen Ergebnisberichten gebündelt.
Zu den teilnehmenden Marken gehörten unter anderem Amorelie, 3Bears, Lycka, Wicked Cricket, sleep.ink, INJU, BRITA, IceCap und viele weitere.
Ergebnisse & Mehrwert
Die Feedback Factory lieferte den teilnehmenden Unternehmen unanfechtbare Belege für Verhandlungen mit dem Handel:
- Ehrliches Konsumentenfeedback:
Start-ups erfuhren unbeschönigt, welche Verpackungsdesigns, Argumente und Produkteigenschaften Kund*innen wirklich überzeugten oder verwirrten. - Präzise Preisakzeptanz:
Das Format zeigte auf, wo der ideale Preispunkt für eine optimale Kundengewinnung und Marge liegt. - Nachweis der Zielgruppe:
Es wurde klar identifiziert, wer die kauftreuesten Zielgruppen sind und wie Marketingbudgets am effizientesten eingesetzt werden sollten. - Wissenschaftliche Argumente für die Listung:
Mit den detaillierten BIFI-Reports konnten Start-ups selbstbewusst gegenüber Supermarkt-Einkäufern auftreten und nachweisen, dass ihr Produkt im Regal funktioniert.
Ein echtes „Robin-Hood-Projekt“
Das Konzept kehrte die bestehende Machtverteilung im Handel so wirkungsvoll um, dass ein großer Berliner Einzelhändler kurz vor der Eröffnung eine Unterlassungsklage einreichte, aus Sorge vor Umsatzeinbußen. Das Projekt wurde daraufhin mit Unterstützung der Community auf Instagram unter dem Namen „Feedback Factory – Das Testkaufhaus“ weitergeführt und erzielte ein bundesweites Medienecho mit über 2,5 Millionen Euro Medienwert.
Der strategische ROI im Überblick
- Echtzeit-Validierung am Regal:
Echte Nutzerreaktionen ersetzten Vermutungen und schützten vor teuren Fehlentscheidungen beim Design oder Preis. - Türöffner für den Einzelhandel:
Detaillierte POS-Leistungsdaten senkten die Bedenken der Einkäufer und erleichterten die Erstlistung in den Supermärkten. - Maximale Aufmerksamkeit:
Neben verlässlichen Daten profitierten die teilnehmenden Marken von der enormen Reichweite und den Kontakten zu Branchenvertretern.
Sichern Sie Ihren Markteintritt am Point of Sale empirisch ab.
Die Erstlistung neuer Produkte erfordert verlässliche Belege zur Abverkaufsleistung und Zahlungsbereitschaft unter echten Wettbewerbsbedingungen. Sprechen Sie mit unserem Forschungsteam über die Konzeption Ihrer maßgeschneiderten In-Store-Validierungsstudie.



PR & Medien-Echo
Die Feedback Factory erzeugte 2018 ein gewaltiges Medienecho – führende Tageszeitungen, Fachmagazin-Formate und TV-Teams berichteten bundesweit über das neuartige Testkaufhaus als mutigen Impulsgeber für die Zukunft des Handels.


